Die geplante Vernichtung von Zivilisten im sog. Feuersturm war wissenschaftlich berechnet - ja sollte die gesamte Stadt verbrennen, mit allem was in ihr lebte.
Seit mehr als 50 Jahren wurde die Bombardierung Deutschlands nie offen diskutiert. Der Berliner Historiker Jörg Friedrich bricht dieses Schweigen. In 2003 nimmt er in der ARD Stellung:
"Man hätte den Krieg gewinnen können, ohne die deutsche Stadtlandschaft auszuradieren. Durch diese Bombardierungen sind die Alliierten dem Schritt eigentlich keinen Kilometer näher gekommen. Das alles könnte stehen und Hitler wäre trotzdem geschlagen worden. Das war ein sinnloser und überflüssiger Versuch."
Über 1 Mio. Tonnen Bomben wurden im 2. Weltkrieg auf Deutschland abgeworfen. Sie sollten den Widerstandswillen der Bevölkerung brechen und den Krieg ohne eine Bodeninvasion beenden - so hofften die Westalliierten. Die Gebombten flüchteten zum Sauerstoff, dorthin wo es ihn noch gab, z.B. am Wasser.

"Hier war mal der einzige Ort, der Menschen in einer Stadt ihr nacktes Leben rettete. Dass dieses Land verbrannt worden ist, das Millionen von Stabbrandbomben, kleine, so große Stücke,  zu Millionen geworfen, einen nicht mehr belebbaren Raum geschaffen haben, in dem kein Leben mehr stattfinden sollte, in dem die  Hitze so stark war das man keine Luft mehr bekam, in dem sich thermische Reaktionen bildeten, das heiße Luft nach oben kam durch das Vakuum ein Sog rechts und links auf der Horizontalen geschaffen wurde und der Sturm der da entstand, Leute mitgerissen, hat in die  Flammen hineingeschleudert hat wie Puppen. Es sei denn sie waren in der Nähe eines solchen Wassers und sind durchgekrochen und haben beratschlagt, wie finden wir - wie Getier was versucht, eine Fläche zu finden wo es Luft gibt - wie finden wir zu einer solchen Wasserader?"

Zu den Brandbomben

Die geplante Vernichtung von Zivilisten im sog. Feuersturm war wissenschaftlich berechnet - ja sollte die gesamte Stadt verbrennen, mit allem was in ihr lebte."

Wo ist der Anzünder, der eine Stadt flächig verbrennt? Bomber Harris der Oberkommandierende der britischen Bomberflotte sagte:" "Die Innenstadt, die aus dem Mittelalter hervorgegangen war - alte Innenstadt, das ist der Anzünder, da schlagen wir mit den Millionen von Stabbrandbomben zu und dieser Brand wird sich Stunden nachdem die Flugzeuge weg sind über die äußeren Ringe verbreiten.

Das Leid kommt in Niedertracht einer solchen Kriegsführung wird an den Angriffen auf die Mittelstädte wie Pforzheim, Darmstadt, Paderborn, Hildesheim sehr viel deutlicher. Die brennen auch besser!"

Jahrtausendliquidierung der 160 Städte 

"Gucken sie in irgendein Schulbuch, ob diese Milleniumhandlung, diese Jahrtausendliquidierung der 160 Städte da auch nur mit einem Halbsatz auftaucht. Da steht drin, dass Dresden überflüssigerweise bombardiert wurde - war ja schon so spät im Februar 1945 - wäre es zwei Jahre vorher gewesen, könnte man ja drüber reden. Die Dresdendebatte versperrt den ganzen Blick auf den Bombenkrieg. Vom Spätherbst/Winter 1944 begeben sich britische und amerikanische Jagdflugzeuge auf eine Menschenjagd in Deutschland, auf alles was sich am Boden bewegt. Spielende Kinder auf der Straße, Passagiere auf Bahnhöfen, die auf Personenzüge warten, Bauern auf dem Felde - jede Menschenansammlung gerät in den Streubereich der Bordkanonen, werden abgeschossen wie die Hasen."

Niedergemäht von amerikanischen Jagdbombern werden Menschen die auf der Flucht vor der Roten Armee sind. Wie Anfang 1945 in Swinemünde, dort lagern Tausende von Frauen und Kindern in den Kurparks.

"Die US-Bomber tun in Swinemünde das, was sie in ganz Deutschland tun. Nicht nur, dass sie den Park bombardieren, sondern sie tauchen auch hinunter und mähen diese Bevölkerung, schwangere Frauen mit Maschinengewehren nieder. Es existiert nicht unserer Vorstellung vom Charakter des Krieges, der im 2. Weltkrieg sich ergeben hat. Ist das nicht jenseits aller Vorstellungen eines zivilisierten Krieges, eines christlichen Volkes so zu verfahren?"